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Ab
dem Zeitpunkt, in dem der Arbeitgeber mit der Gehaltszahlung in Verzug
geraten ist, haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Verzugszinsen. Wenn
die Höhe der Zinsen nicht im Arbeitsvertrag oder in einem auf das
Arbeitsverhältnis anwendbaren Tarifvertrag geregelt ist, gilt das
Gesetz.
§
288 BGB. Nach dieser Vorschrift können vom Arbeitgeber für
die Dauer des Verzugs Verzugszinsen verlangt werden.
Der
Basiszinssatz ist eine veränderliche Größe, die jeweils
am 01. Januar und am 01. Juli eines jeden Jahres neu festgesetzt wird.
Die Änderungen bzw. der aktuelle Basiszinsatz werden von der Bundesbank
bekanntgegeben.
Sind
Zinsen vom Bruttolohn oder vom Nettolohn geschuldet?
Es
wird vom Bruttolohn gerechnet.
Das
muss bei einer Lohnklage beachtet werden, da das Arbeitsgericht nur diejenigen
Ansprüche durch Urteil zusprechen kann, die vom Kläger beantragt
wurden. Will ein Arbeitnehmer den Arbeitgeber auf Zahlung verklagen oder
den Erlass eines Mahnbescheids beantragen, muss er den Bruttolohn einklagen
und auf diesen Bruttolohn Zinsen verlangen.
Der
Arbeitgeber drängt den Arbeitnehmer oft zu folgendes:
den
rückständigen Lohn ganz oder teilweise zu stunden oder
das
Einverständnis mit einer vorübergehenden Gehaltsreduzierung zu
bekommen oder
auf
den rückständigen Lohn ganz oder teilweise zu verzichten.
In
solchen Fällen sollte der Arbeitnehmer darauf bestehen, dass ihm ausreichend
Zeit zum Überlegen gegeben wird. Schließlich hat er laufende
Verpflichtungen und muss daher erst einmal durchrechnen, ob er dem Arbeitgeber
entgegenkommen kann, ohne dabei selbst in wirtschaftliche Bedrängnis
zu geraten. Außerdem sollte der Arbeitnehmer um genauere Informationen
über die wirtschaftliche Situation seines Arbeitgebers bitten. |