Form des Antrags  Der Insolvenzantrag muss schriftlich beim Insolvenzgericht eingereicht werden. Das Insolvenzgericht entscheidet über den Insolvenzantrag und bestimmt einen Insolvenzverwalter. Örtlich ist immer das (Insolvenzgericht) Amtsgericht in der Gemeinde zuständig, in welcher der Schuldner seinen allgemeinen Gerichtsstand hat. Der Insolvenzantrag kann grundsätzlich vom Schuldner  selbst und von jedem Gläubiger  gestellt werden. Verbraucherinsolvenzantrag (Privatinsolvenz) Es herrscht  Formularzwang. Das bedeutet, es muss ein amtlicher Vordruck für den Antrag genutzt werden. Ein nicht mit dem amtlichen Vordruck gestellter Antrag ist unwirksam. AG Köln, Aktenzeichen: 71 IK 103/02   Der Insolvenzverwalter darf eine vom Schuldner (in Vermögensverfall geratenes Unternehmen) vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens sicherungshalber abgetretene Forderung (Abtretung der Ansprüche aus Lebensversicherung an Bank) auch dann verwerten (Auflösung des Versicherungsvertrages und Ausbezahlung des Rückkaufswerts), wenn die Abtretung dem Drittschuldner (Versicherungsgesellschaft) angezeigt wurde. BGH Aktenzeichen: IX ZR 262/01 Ein Insolvenzverwalter darf bei seiner Entscheidung über die Fortführung des Betriebs nicht blindlings auf die Richtigkeit einer von einem Steuerberater erstellten (Zwischen- )Bilanz vertrauen. Geht er neue Verbindlichkeiten ein und muss er den Betrieb wegen einer Fehleinschätzung der Ertragslage aufgrund falscher Bilanzzahlen wieder einstellen, kann er sich gegenüber den "Neugläubigern" schadensersatzpflichtig machen. Gericht: OLG Celle Aktenzeichen: 16 U 204/02 Rücklagenbildung für Insolvenzkosten Ein Schuldner ist grundsätzlich nicht verpflichtet, Rücklagen für die zu erwartenden Kosten eines Insolvenzverfahrens über sein Vermögen zu bilden. Sein Antrag auf Stundung der Kosten des Insolvenzverfahrens kann daher nicht mit der Begründung der unterlassenen Rücklagenbildung und der damit verursachten völligen Vermögenslosigkeit versagt werden. BGH  Aktenzeichen: IX ZB 24/06. Grundsätzlich kann man auch während eines laufenden Insolvenzverfahrens eine neue, selbständige Tätigkeit aufnehmen. Allerdings kann, abhängig vom derzeitigen Verfahrensstand des Insolvenzverfahrens, die Zustimmung des Insolvenzverwalters erforderlich sein. Während der Dauer des  Insolvenzverfahrens, also im Zeitraum zwischen offizieller Eröffnung bis zur Aufhebung durch das Insolvenzgericht, ist für die Anmeldung eines Neugewerbes normalerweise die Zustimmung des Insolvenzverwalters einzuholen. Das gilt besonders dann, wenn man im Rahmen der beabsichtigten Tätigkeit neue Verbindlichkeiten eingehen muss.  Nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens benötigt man, auch wenn man sich noch in der Wohlverhaltensperiode befindet, keine Zustimmung des Treuhänders. Grundsätzlich kann man auch während eines laufenden Insolvenzverfahrens eine neue, selbständige Tätigkeit aufnehmen. Allerdings kann, abhängig vom derzeitigen Verfahrensstand des Insolvenzverfahrens, die Zustimmung des Insolvenzverwalters erforderlich sein. Während der Dauer des  Insolvenzverfahrens, also im Zeitraum zwischen offizieller Eröffnung bis zur Aufhebung durch das Insolvenzgericht, ist für die Anmeldung eines Neugewerbes normalerweise die Zustimmung des Insolvenzverwalters einzuholen. Das gilt besonders dann, wenn man im Rahmen der beabsichtigten Tätigkeit neue Verbindlichkeiten eingehen muss.  Nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens benötigt man, auch wenn man sich noch in der Wohlverhaltensperiode befindet, keine Zustimmung des Treuhänders. Ein Arbeitnehmer, dem im Rahmen einer Unternehmensinsolvenz gekündigt wurde, hat nur dann einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung, wenn der insolvente Betrieb übernommen wird. Das ist meistens nur dann der Fall, wenn der wesentliche Teil des Personals, das bisher die hauptsächlichen Tätigkeiten des insolventen Unternehmens ausgeübt hat, weiterbeschäftigt wird. LAG Rheinland-Pfalz Aktenzeichen: 11 Sa 911/06.  
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