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Unterhalt und Arbeitspflicht der Mutter Ab einem bestimmten Alter der Kinder, können Mütter verpflichtet sein, arbeiten zu gehen. Wiederverheiratete Mutter muss Nebenjob annehmen    Eine wiederverheiratete Mutter muss notfalls einen Nebenbeschäftigung annehmen, um ihre beim Vater lebenden Kinder aus erster Ehe finanziell zu unterstützen. Das gilt  auch, wenn aus der neuen Ehe inzwischen ein weiteres Kind hervorgegangen ist und die Frau daher als Hausfrau und Mutter nicht arbeitet. Notfalls muss der neue Ehemann sie im Haushalt unterstützen, so dass ihr eine Nebentätigkeit möglich ist.  Die Kinder aus erster Ehe haben unterhaltsrechtlich den gleichen Rang wie das Kind aus zweiter Ehe, Oberlandesgericht Koblenz  (Deswegen muss ein Unterhaltspflichtiger auch immer für den Unterhalt aller seiner Kinder gleichermaßen sorgen) Ab welchem Alter der Kinder muss die Mutter arbeiten? Die Mütter müssen nach dem neuen Recht früher in ihren Beruf zurückkehren (§ 1570 oder §1615 l Bürgerliches Gesetzbuch). Bisher gab es eine pauschale Altersgrenze: Geschiedene Mütter mussten erst nach dem 8. Geburtstag ihres Kindes wieder arbeiten gehen. Diese Grenze existiert jetzt nicht mehr. Grundsätzlich wird ab dem dritten Geburtstag des Kindes verlangt, dass die Mütter wieder eine Berufstätigkeit aufnehmen.  Verlangt werden kann das aber nur, wenn die Mutter auf Unterhalt angwiesen ist. Egal ob vom Exmann oder vom Staat. Hat sie genügend Vermögen, um selbst ür den Unterhalt zu sorgen, kann sie natürlich nicht dazu gezwungen werden, arbeiten zu gehen. Die Pflicht zu arbeiten muss aber der Billigkeit entsprechen. Ist das Kind  krank? gibt es  Möglichkeiten der Kinderbetreuung? Gibt es einen Kindergartenplatz für das Kind? War die Mutter früher schon mit Kind berufstätig? Die Mutter bekommt auch eine gewisse Zeit sich wieder und neu zu orientieren. Kinderbetreuung  Ein Unterhaltspflichtiger, der zwei Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren zu versorgen hat, ist höchstens zur Ausübung einer Halbtagstätigkeit verpflichtet. Die unterhaltsrechtliche Obliegenheit zu einer Erwerbstätigkeit erhöht sich jedoch auf eine Tätigkeit im Umfang einer Zwei-Drittel-Stelle, wenn die Unterhaltspflicht  gegenüber einem weiteren minderjährigen Kind besteht, das bei dem anderen Elternteil lebt. Urteil des OLG Hamm Nach § 1570 BGB kann ein geschiedener Ehegatte vom anderen Unterhalt verlangen, so lange und soweit von ihm wegen der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Die Voraussetzungen für einen solchen Unterhaltsanspruch sind: - ein gemeinschaftliches Kind - eine Regelung über die elterliche Sorge - das Kind muss betreuungsbedürftig sein und aufgrund dessen der betreuende  Elternteil nicht in der Lage sein, ganz oder teilweise für seinen Unterhalt zu sorgen. Erwerbsmöglichkeiten des betreuenden Ehegatten Soweit ein zu erziehendes Kind der Betreuung bedarf, ist der betreuende Elternteil von seiner Verpflichtung zur Erwerbstätigkeit freigestellt. Davon kann es aber einige Ausnahmen geben:  Die Betreuung des Kindes wird von dritter Seite durchgeführt. Dem betreuenden Elternteil ist es nicht möglich, die Betreuung tatsächlich durchzuführen. Auch während der Ehe hat der betreuende Elternteil neben der Kindesbetreuung bereits gearbeitet. Grundschulkinder   Sind die Kinder erst 7 und 10 Jahre alt, ist dem Unterhaltsberechtigten nicht zuzumuten eine Vollzeitstelle anzunehmen, um den Unterhaltsverpflichteten  zu entlasten. Arbeitspflicht ist abhängig von Kriterien wie: Entwicklungsstörungen oder Schulschwierigkeiten des Kindes, anderweitige Betreuungsmöglichkeiten des Kindes, Beschäftigungschancen des Betreuenden. Zwischen dem 11. und  dem 15. Lebensjahr ist eine Teilzeitbeschäftigung zumutbar,  ab dem 16. Lebensjahr volle Erwerbsobliegenheit. Pflicht zur Arbeit bevor die Mutter Unterhalt möchte Betreut eine Mutter drei schulpflichtige Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren, muss sie grundsätzlich keine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Halbtagstätigkeit ist aber zumutbar. Umstände, die die Aufnahme einer Teilerwerbstätigkeit ausnahmsweise als zumutbar erscheinen lassen, muss der Unterhaltspflichtige darlegen und beweisen. Urteil des OLG Zweibrücken Seit 2008 kann sich die unterhaltsberechtigte Mutter nur noch bis zum dritten Geburtstag des Kindes gegen eine Erwerbstätigkeit entscheiden. Dabei wird aber auch bei guten Kita-Angeboten "kein übergangsloser Wechsel zu einer Vollzeittätigkeit" verlangt.           “Der Selbstbehalt des Vaters im Rahmen des Unterhaltsanspruchs der nicht verheirateten Mutter ist in der Regel mit einem Betrag zu bemessen, der zwischen dem angemessenen Selbstbehalt und dem notwendigen Selbstbehalt liegt. Die Väter mehrerer - nicht aus einer Ehe hervorgegangener - Kinder haften für den Unterhaltsbedarf der nicht verheirateten Mutter anteilig nach ihren Erwerbs- und Vermögensverhältnissen.
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