Formulare und Musterschreiben
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Unterhalt  und Nebeneinkommen Unterhalt Nebeneinkommen Tätigkeiten, die über einen Vollzeitjob hinausgehen, sind überobligatorischer Natur und führen nicht zu einer Erhöhung der Unterhaltspflicht. Etwas anderes kann  jedoch dann gelten, wenn die Nebentätigkeit zum Berufsbild gehört. Solche Nebeneinkommen können daher zu einer Erhöhung des zu zahlenden Unterhalts führen. OLG Zweibrücken. (Das ist zum Beispiel der Fall bei Überstunden. Denn Überstunden werden teilweise angerechnet. Nicht gilt das bei ehrenamtlichen Tätigkeiten, bei denen eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird. Es könnte aber auch ein Nebenjob sein, bei dem die gleiche Tätigkeit in einer Tochterfirma ausgeübt wird) Werden vom Verdienst aus einer Nebentätigkeit jedoch Schulden abgezahlt, wird der Verdienst aus dieser  Nebentätigkeit nicht angerechnet. Jedenfalls nicht bis zur Höhe der monatlichen Raten für die Schulden. Ein Hausmann muss einen Nebenjob annehmen, wenn das für den Unterhalt seiner Kinder aus erster Ehe notwendig ist.  (Wenn er in seiner jetzigen Beziehung also Hausmann ist und seine Frau arbeiten geht, weil diese es so geregelt haben, kann er gerichtlich gezwungen werden, zu mindestens einen Nebenjob anzunehmen, um wenigstens den Unterhalt für seine Kinder zahlen zu können.) Sogar, wenn das Nebeneinkommen zur Hälfte angerechnet werden sollte, ist es nicht so gewichtig, wie angenommen. Beispiel: Einkommen unterhaltspflichtiger Vater:                            2400 Euro zu zahlen laut Düsseldorfer Tabelle für 5 jähriges Kind:   365 Euro Einkommen aus Nebenjob:                                               400 Euro Die 400 Euro werden zur Hälfte angerechnet:                Also 2600 Euro. Das Einkommen von 2600 Euro befindet sich noch in der gleichen Einkommensgruppe. Somit muss kein Cent mehr gezahlt werden. Sogar, wenn es schon in die nächste Einkommensgruppe fallen würde, wären es nur 24 Euro mehr, welche monatlich an Kindesunterhalt zu zahlen wären. Und das bei 400 Euro mehr Einkommen. Es lohnt sich also nicht, Nebeneinkünfte zu verschweigen. Denn das ist strafbar. Geht der Unterhaltsverpflichtete einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit nach, kann ihm ein fiktives Nebeneinkommen aus Nebenbeschäftigung nicht zugerechnet werden. OLG Brandenburg Ausnahme: Einkünfte aus überobligatorischer Tätigkeit sind nach der Rechtsprechung nach "Billigkeit" anzurechnen. Es wird im Einzelfall immer geprüft, ob eine Einbeziehung von Nebeneinkommen in die Unterhaltsberechnung "billig" erscheint. Es ist aber auch möglich, dass nur die Hälfte vom Nebeneinkommen angerechnet wird. (Es kommt also immer auch auf den Einzelfall an, ob Nebeneinkommen beim Unterhalt angerechnet wird. In den meisten Fällen wird Nebeneinkommen aber nicht angerechnet, wenn auch ohne diesem Nebenjob der Mindestunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle vom normalen Vollzeitjob gezahlt werden kann. ) Wenn der Unterhaltsbedürftige einen Nebenjob annimmt, muss er das beim Expartner angeben. Sonst kann das als Betrug gewertet werden.  Generell wird jeder Verdienst bei der Berechnung des Unterhalts anteilig berücksichtigt. (Aber auch hier ist im Einzelfall zu prüfen) Unterhalt und Anrechnung von Nebeneinkommen    Ein Hausmann ist verpflichtet, neben der Betreuung und Erziehung seiner Kinder aus zweiter Ehe einen Nebenerwerb auszuüben, um auch die gleichrangigen Ansprüche auf Barunterhalt seiner Kinder aus erster Ehe erfüllen zu können. (Kinder haben immer einen gleichrangigen Anspruch auf Unterhalt. Es spielt keine Rolle, ob die Kinder aus erster oder jetziger Beziehung sind. Auch spielt es keine Rolle, ob die Eltern verheiratet waren oder sind.)
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