Unterhaltstitel vom Jugendamt Kindesunterhalt zahlen, wie lange Unterhalt für nichteheliches Kind Düsseldorfer Tabelle Anrechnung Ausbildungsvergütung Kindesunterhalt Sonderkosten Kindergeld volljährige Kinder Unterhalt und Freibeträge Anrechnung von Nebeneinkommen Anspruch auf Auskunft Einkommen Namensänderung Kind Unterhalt und Pflicht zur Arbeit Arbeitspflicht für Mütter Anrechnung Urlaubsgeld Anspruch Vater bekanntgeben Aufstockungsunterhalt Aufenthaltsbestimmungsrecht Elternunterhalt Selbstbehalt Ehegattenunterhalt Freibeträge Ehegattenunterhalt neuer Partner Verzicht auf Unterhalt Beweislast wegen Arbeitssuche Rangfolge beim Unterhalt Unterhalt für Studenten wenn der Unterhalt nicht gezahlt wird Anrechnung Schulden auf Unterhalt Unterhalt für volljährige Kinder Barunterhalt zahlen Unterhalt für die Vergangenheit Unterhaltsvorschuss gemeinsames Sorgerecht Umgangsrecht mit Kind Scheidung und Trennungsjahr Versorgungsausgleich Ehevertrag mit Zugewinnausgleich Gütergemeinschaft  in der Ehe Scheidung, wer bekommt die gemeinsame Wohnung Wohnvorteil beim Kindesunerhalt berechnen Wer muss die Miete nach der Trennung zahlen Wer bekommt das Auto nach der Scheidung Haushaltsaufteilung nach Scheidung Vaterschaftsklage, Vaterschaft anfechten Aufsichtspflicht vernachlässigt Unterhalt und Hartz 4 Unterhalt nach Abbruch Ausbildung Unterhalt Umgangskosten alleiniges Sorgerecht

 Unterhalt  und Nebeneinkommen

Ein Hausmann muss einen Nebenjob annehmen, wenn das für den Unterhalt seiner Kinder aus erster Ehe notwendig ist. 

Beispiel:

Einkommen unterhaltspflichtiger Vater:                            2400 Euro zu zahlen laut Düsseldorfer Tabelle für 5 jähriges Kind:   372 Euro Einkommen aus Nebenjob:                                               400 Euro Die 400 Euro werden zur Hälfte angerechnet:                Also 2600 Euro. Das Einkommen von 2600 Euro befindet sich noch in der gleichen Einkommensgruppe. Somit muss kein Cent mehr gezahlt werden. Sogar, wenn es schon in die nächste Einkommensgruppe fallen würde, wären es nur 24 Euro mehr, welche monatlich an Kindesunterhalt zu zahlen wären. Und das bei 400 Euro mehr Einkommen. Es lohnt sich also nicht, Nebeneinkünfte zu verschweigen. Denn das ist strafbar. Es wird im Einzelfall immer geprüft, ob eine Einbeziehung von Nebeneinkommen in die Unterhaltsberechnung "billig" erscheint. In den meisten Fällen wird Nebeneinkommen aber nicht angerechnet, wenn auch ohne diesem Nebenjob der Mindestunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle vom normalen Vollzeitjob gezahlt werden kann.) Wenn der Unterhaltsbedürftige einen Nebenjob annimmt, muss er das beim Expartner angeben. Sonst kann das als Betrug gewertet werden. 

Unterhalt und Anrechnung von Nebeneinkommen ( Urteile)

Ein Hausmann ist verpflichtet, neben der Betreuung und Erziehung seiner Kinder aus zweiter Ehe einen Nebenerwerb auszuüben, um auch die gleichrangigen Ansprüche auf Barunterhalt seiner Kinder aus erster Ehe erfüllen zu können. Wenn der Unterhaltspflichtige den Mindestunterhalt nicht allein durch seine Haupttätigkeit abdecken kann, muss er sogar eine Nebenbeschäftigung aufnehmen. Ein zusätzlicher Nebenjob kann für Kindesunterhalt verlangt werden. Ein getrennt lebender Elternteil muss für seine Kindesunterhaltsverpflichtungen seine gesamte Arbeitskraft einsetzen. Kann der Unterhaltspflichtige den gesetzlichen Mindestunterhalt nicht aufbringen, kann nicht nur die Ausübung einer Vollzeitstelle, sondern zusätzlich auch eines Nebenjobs verlangt werden, Bundesgerichtshof (BGH) 

Unterhalt - Nebeneinkommen und Nebenverdienst

Tätigkeiten, die über einen Vollzeitjob hinausgehen, führen nicht zu einer Erhöhung der Unterhaltspflicht. Etwas anderes kann  jedoch dann gelten, wenn die Nebentätigkeit zum Berufsbild gehört. Solche Nebeneinkommen können daher zu einer Erhöhung des zu zahlenden Unterhalts führen. OLG Zweibrücken. (Das ist zum Beispiel der Fall bei Überstunden. Denn Überstunden werden teilweise angerechnet.) Teilweise bedeutet, dass die Überstunden zur Hälfte angerechnet werden, wenn der Unterhalt berechnet werden soll. Überstunden können aber auch ganz angerechnet werden, wenn es sich nur um eine geringe Anzahl handelt. (ca. 10% der normalen Arbeitszeit) oder wenn sie berufstypisch sind.     Abzuzahlende Schulden werden nicht berücksichtigt.

Feiertags- und Nachtzuschläge: 

Werden für Nacht- bzw. Wochenendarbeit  Zuschläge bezahlt, werden diese voll angerechnet, wenn sie berufsüblich sind. (z.B. als Polizisten, Pflegkräfte usw.). Wenn dadurch das Monatseinkommen monatlich schwankt, spielt keine Rolle, da für den Unterhalt der Durchschnittsverdienst des ganzen Jahres als Bezug gilt. Nach der Düsseldorfer Tabelle. Ist der Nebenjob nicht mit dem eigentlichen Beruf verbunden, sondern wurde freiwillig angenommen, dann wird dieser Zusatzverdienst zu 2/ 3 angerechnet.

Aufwandsentschädigungen aus einem Ehrenamt.

Wer nachweisen kann, dass die Aufwandsentschädigung ein Aufwand tatsächlich deckt, wird diese Zahlung nicht angerechnet.   Also Fahrtkosten usw.! Es haben aber auch schon Gerichte, Aufwandsentschädigungen zu 1/3 angerechnet. Gerade dann, wenn der tatsächliche Aufwand nicht nachgewiesen werden kann. Ein Familienrichter könnte auch werten, dass anstatt des Ehresamtes ein Nebenjob angenommen werden könnte, der auch bezahlt wird.

Spesen und Reisekosten

Spesen gelten bei der Berechnung des Unterhalts grundsätzlich als Einkommen. Von den Spesen sind jedoch die Beträge abzuziehen, die der Unterhaltspflichtige für seine Arbeit tatsächlich aufwendet (Reisekosten, Übernachtungskosten, Benzinkosten usw.).
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