Hintegrund links
Ist eine Abmahnung zu unrecht erteilt worden, kann sich ein Arbeitnehmer dagegen wehren. Der Arbeitnehmer kann zu einer Abmahnung eine Erklärung abgeben und kann auch verlangen, dass eine Gegendarstellung ebenfalls in die Personalakte aufgenommen wird. Auch nach der Entfernung einer Abmahnung aus der Personalakte ist der Arbeitnehmer nicht gehindert, einen Anspruch auf Widerruf der in der Abmahnung abgegebenen Erklärungen gerichtlich geltend zu machen. Bundesarbeitsgericht Urteil vom 15. 04.1999 - 7 AZR 716/97 Eine Abmahnung muss grundsätzlich folgende  Bestandteile enthalten:  - Konkrete Benennung des beanstandeten    Verhaltens - Rüge dieser Pflichtverletzung - Aufforderung zu künftigem vertragstreuem   Verhalten - Androhung eindeutiger arbeitsrechtlicher   Konsequenzen für den Wiederholungsfall. Eine Abmahnung ist in der Regel eine notwendige Voraussetzung dafür, dass der Arbeitgeber aus verhaltensbedingten Gründen ordentlich kündigen kann. Eine Abmahnung muss nicht unbedingt schriftlich erteilt werden. Auch eine mündlich ausgesprochene Abmahnung ist wirksam. Eine Abmahnung muss nicht unterschrieben werden. Wenn eine Unterschrift verlangt wird, bedeutet das nur, dass der Arbeitnehmer den Erhalt bestätigt. Würde eine Unterschrift bedeuten, dass der AN damit die Abmahnung anerkennt, würde es auch bedeuten, dass die Abmahnung nicht wirksam ist, wenn sie nicht unterschrieben wird. Daher ist eine Unterschrift nicht notwendig. Wie oben schon erwähnt, dann nur verlangt werden, dass eine Gegendarstellung in die Personalakte aufgenommen wird oder es kann die Abmahnung geklagt werden.
Auszug aus einem Urteil:   Der Antrag der Klägerin auf Widerruf dieser Abmahnung ist hinreichend bestimmt. Sie verlangt von der Beklagten eine schriftliche Erklärung, in der die Arbeitgeberin ihre Behauptung widerruft, die Kl. habe sich für den 26. 9. nicht für die Erledigung von Betriebsratsaufgaben abgemeldet und sei deshalb unentschuldigt ihrer Arbeit ferngeblieben. Diese Erklärung soll gegenüber der Kl. abgegeben werden.
Gegendarstellung zu Ihrer Abmahnung vom .................... Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben mir am ........................... eine schriftlich / mündlich eine Abmahnung übermittelt. Mit dieser Abmahnung bin ich nicht einverstanden, weil ich sie für unberechtigt halte. Der zugrunde liegende Sachverhalt stellt sich entgegen Ihrer Darstellung anders dar: Aus meiner Sicht ist folgendes passiert:
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Gegen eine unberechtigte  Abmahnung  sollte gegenüber dem Abmahnenden ein begründeter Widerspruch erfolgen. Ebenfalls kann ein Widerspruch da sinnvoll sein, wo die Verletzungshandlung schon erfolgt ist und eine Wiederholungsgefahr nicht gegeben ist.
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