Kosten- Mahnbescheid Kosten Mahnverfahren Die Verfahrenskosten sind unterteilt in 1. Gerichtskosten 2. Auslagen des Antragstellers (Porto, Adressenermittlung usw.) 3. Gebühr des Prozessbevollmächtigten (Rechtsanwalt), inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer. Damit das Amtsgericht den Mahnbescheid erlässt, ist es erforderlich, damit zuvor ein Kostenvorschuss in Form der Gerichtsgebühren entrichtet wurde.  Der Gläubiger muss die Gebühren vorstrecken. Diese richten sich nach dem Streitwert (§ 11 Absatz 2 des Gerichtskostengesetzes, GKG), nach der Höhe der geltend gemachten Forderung. Der Mahnbescheid wird also nur bearbeitet, wenn ein Kostenvorschuss gezahlt wird. Im Mahnverfahren fällt immer nur eine halbe Gebühr an, jedoch mindestens 32 Euro. Ohne Rechtsanwalt sind also mindestens 32 Euro zu zahlen, egal wie hoch die Forderung ist. Wer einen Rechtsanwalt beauftragt, der das Mahnverfahren durchführen soll, muss dessen Kosten noch hinzurechnen. Forderung         Gerichtsgebühr  500                         32,00                          50.000           273,00 1.000                      32,00                          65.000           333,00 1.500                      35,50                          80.000           393,00 2.000                     44,50                           95.000           453,00 3.000                     54,00                         110.000           513,00 4.000                     63,50                         125.000           573,00 5.000                     73,00                         140.000           633,00 6.000                     82,50                         155.000           693,00  7.000                     92,00                         170.000           753,00 8.000                   101,50                         185.000           813,00 9.000                   111,00                          200.000          873,00 10.000                 120,50                          230.000          962,50 13.000                 133,50                          260.000       1.052,00 16.000                 146,50                          290.000       1.141,50  19.000                172,50                          320.000       1.231,00                                                                  350.000       1.320,50 22.000                 185,50                          380.000       1.410,00 25.000                 203,00                          410.000       1,499,50 30.000                 220,50                          440.000        1.589,00 40.000                 238,00                          470.000        1.678,50 45.000                 255,50                          500.000        1.768,00 Trotzdem ergibt sich daraus ein Kostenvorteil gegenüber der normalen Klage. Bei Gericht können für den Vorschuss Kostenmarken erworben werden, die dann auf den schriftlichen Mahnantrag aufgeklebt werden. Rechtsanwälte haben einen Kostenstempler, mit dem die Kosten aufgestempelt werden können. Im maschinellen Verfahren wird die Gebühr erst hinterher mit Erlass des Mahnbescheides entrichtet. Die Kosten für den Erlass des Mahnbescheids - Gerichtsgebühren, Bearbeitungs-, Kontoführungs- und eventuell Anwaltskosten - werden in den Mahnbescheid aufgenommen und sind vom Schuldner zu ersetzen, weil diese notwendig sind, um die Forderung gerichtlich durchzusetzen. Kosten für das Erwirken eines gerichtlichen Mahnbescheides und der Zwangsvollstreckung Berechnung der Gerichtskosten Die Gebühren, die das Amtsgericht für den Erlass eines gerichtlichen Mahnbescheides verlangt, richten sich nach der Höhe der Forderungssumme. Für die Erwirkung eines Mahnbescheids wird eine halbe Gerichtsgebühr fällig. Gebühren für den Vollstreckungsbescheid  Folgt auf den Mahnbescheid ein Vollstreckungsbescheid, weil der Schuldner auch nach Erlass des Mahnbescheides seiner Zahlungsverpflichtung immer noch nicht nachgekommen ist, wird für den Erlass des Vollstreckungsbescheides keine weitere Gerichtsgebühr erhoben. Kosten für Gerichtsverfahren  Legt der Schuldner Widerspruch gegen einen der Bescheide ein, geht das Verfahren in ein Gerichtsverfahren über, für das die fünffache Gebühr der entsprechend der Tabelle entrichteten Gebühr für den Mahnbescheid fällig wird. Das Gericht erlässt einen Bescheid erst, wenn die Gebühren bei Gericht eingezahlt worden sind, das kann durch den Kauf von Kostenmarken beim Amtsgericht oder durch Überweisung der Gebühren nach Erhalt der Gebührenrechnung des Gerichts geschehen. Bei Einschaltung eines Rechtsanwaltes kann auch dieser die Gebühren vorstrecken, die Gebühren werden dann vom Konto des Rechtsanwaltes per Lastschrift abgebucht. Zahlung durch Schuldner  Die gesamten für den Mahnbescheid fälligen Gerichtskosten werden auf dem Bescheid der Forderungssumme hinzugerechnet, ebenso wie andere Verzugsschäden und sind damit zusammen mit der Forderung vom Schuldner zu begleichen. Ist die Forderung berechtigt und zahlt der Schuldner aufgrund des Mahnbescheides, erhält der Gläubiger die Gerichtskosten in voller Höhe vom Schuldner erstattet! Vorschau anzeigen! Ratgeber Schulden Forum Schuldenfalle (diskutieren Sie mit)
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