Anforderung Arbeitszeugnis Musterschreiben
Anforderung Arbeitszeugnis

RECHT - GESETZE - SOZIALES

Berechnungsprogramme
neue Gesetze
Wer arbeitsunfähig ist, hat Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Dauer von sechs Wochen. Das gilt auch für 450 Euro Kräfte. Auch diese haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Ab dem 43. Krankheitstag zahlt die Krankenkasse. Legt ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber ein ärztliches Attest vor, nach welchem er arbeitsunfähig ist, ist das ein Beleg, dass der Arbeitnehmer tatsächlich krank ist. Hat ein Arbeitgeber aber Zweifel kann er den Arbeitnehmer auffordern, sich beim Vertrauensarzt vorzustellen. Die Anweisung des Arbeitgebers, dass eine Krankmeldung bereits ab dem ersten Krankheitstag vorzulegen ist, unterliegt der Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 87 I 1 BetrVG. Nach § 5 Abs. 1 EFZG ist jeder Arbeitnehmer verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Der Arbeitnehmer muss am ersten Tag der Erkrankung den Arbeitgeber informieren. Die Krankmeldung muss unverzüglich mündlich, telefonisch oder auch per Fax erfolgen. Die Krankmeldung kann auch durch Angehörige oder Arbeitskollegen erfolgen. Von Verlängerungen der Krankschreibung ist der Arbeitgeber auch unverzüglich zu informieren. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage, muss der Arbeitnehmer ein Attest über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens am vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit vorlegen. Der Arbeitnehmer muss eine neue Krankmeldung vorlegen, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger andauert, als im Attest zunächst vorgesehen. Es reicht aus, wenn ein Arbeitnehmer am Anfang einer Erkrankung eine Erstbescheinigung des Arztes vorlegt. Das genügt aber dann nicht, wenn der Arbeitnehmer schon sechs Wochen krank war. Ein neuer Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für weitere sechs Wochen besteht nur, wenn nachweisbar eine neue Erkrankung vorliegt. Dabei reicht es nicht aus, dass der Arbeitnehmer eine neue Erstbescheinigung des Arztes vorlegt, weil sich die Art der Erkrankung daraus nicht ergibt. Der Arbeitnehmer hat deswegen auf Verlangen seines Arbeitgebers seinen Arzt von der Schweigepflicht zu entbinden um dadurch die Feststellung zu ermöglichen, ob eine neue und nicht nur eine Fortsetzung der vorangegangenen Erkrankung vorliegt. LAG Hamm Der Arbeitnehmer muss in Bezug auf seine Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber alle notwendigen Auskünfte erteilen, damit der Arbeitgeber die Frage der Entgeltfortzahlung beurteilen kann Wer also mehr als 6 Wochen mit der gleichen Erkrankung arbeitsunfähig ist, erhält nach 6 Wochen, Krankengeld von der Krankenkasse. Über die Erkrankung selbst müssen keine Angaben gemacht werden. Ist also nicht in einer Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag geregelt, wann die Krankmeldung vorzulegen ist, reicht es, wenn die Krankmeldung innerhalb von 3 Tagen dem AG vorliegt. Fordert der Arbeitgeber aber über eine Betriebsvereinbarung, dass die Krankmeldung schon am 1. Tag vorzulegen ist, dann muss sich der Arbeitnehmer auch daran halten. Die Information selbst, dass der Arbeitnehmer krank und arbeitsunfähig ist, muss dem AG schon am ersten Krankheitstag mitgeteilt werden. Entsprechend der gesetzlichen Regelung ist es bei einer Erkrankung, die nicht länger als drei Kalendertage andauert, grundsätzlich nicht erforderlich, eine Krankmeldung vorzulegen. Hier reicht die Meldung beim Arbeitgeber. Erst am vierten Kalendertag muss dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt werden. Arbeitgeber haben das Recht, die Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor dem vierten Kalendertag der Erkrankung zu fordern, § 5 Abs. 1 S. 3 EntgFG. Verlangt der Arbeitgeber die Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am ersten, zweiten oder dritten Tag der Krankheit, ist dies mithin zulässig.
Krankgeschrieben, Was ist erlaubt? Wer krankgeschrieben ist, muss nicht ganzen Tag im Bett oder zu Hause bleiben. Es kommt immer auf die Krankheit an, was erlaubt ist. Wenn ein Arbeitnehmer krangeschrieben ist, muss er dafür sorgen, dass sich sein Gesundheitszustand verbessert. Er darf also alles machen, was - laut Arzt- einer Genesung nicht im Wege steht. Der Arbeitgeber muss beweisen können, dass es dem Arbeitnehmer schadet, wenn er in den Urlaub fährt, Sport treibt oder spazieren geht. Dafür darf er ein medizinisches Gutachten verlangen. Wer wegen einer Erkältung krankgeschrieben ist, sollte aber keinen Sport treiben. Denn das, kann sich negativ auf die Genesung auswirken. Es zählt aber immer in erster Linie, wie ein Arzt das beurteilt. Wenn der Arzt keine Bettruhe verordnet, darf man spazieren gehen, einkaufen und alles andere, was der Genesung nicht im Wege steht. Kinobesuche oder Friseurbesuche sollten aber verschoben werden. Entzieht sich der Arbeitnehmer einer fachärztlichen Untersuchung z.B. durch eine zuvor erklärte Eigenkündigung, kann der Arbeitnehmer seinen Anspruch auf Lohnfortzahlung verlieren, weil der Beweiswert des vorgelegten Attests dadurch erheblich erschüttert ist. Urteil LAG Hamm Krankgeschriebene Arbeitnehmer können den Anspruch auf Lohnfortzahlung verlieren, wenn sie die Krankheit grob fahrlässig selbst verursacht haben. Landesarbeitsgericht Frankfurt
Krank im Urlaub Die Krankheit ist auch hier ab dem ersten Tag zu melden und ein ärztliches Attest muss vorgelegt werden. Auch bei Urlaub im Ausland. Wer im Urlaub krank gemeldet ist, erhält seine Urlaubstage gutgeschrieben. Nur, darf er diese Urlaubstage dann nicht einfach an den Urlaub anhängen. Diese Selbstbeurlaubung kann Folgen, wie eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung, haben. Der Arbeitgeber ist auch verpflichtet, andere Mitarbeiter vor Krankheiten zu schützen. Wenn die Mitarbeiter krank sind, muss der Arbeitgeber sie nach Hause schicken. Erst einmal zum eigenen Schutz aber auch zum Schutz der andere Mitarbeiter, damit diese nicht angesteckt werden können. Es ist ein Irrglaube, dass man wegen Krankheit nicht gekündigt werden kann. Krankheit schützt nicht vor Kündigung. Es kann sogar während einer Krankschreibung gekündigt werden.
Auch wenn ein Arbeitnehmer seine Krankmeldung zu spät an seine Kasse schickt, muss diese trotzdem nach sechs Wochen, nach Ablauf der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber das Krankengeld zahlen. Zwar solle die Kasse die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung unverzüglich erhalten, allerdings müsse nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz der Arzt den Schein an die Kasse schicken. In der Regel geben jedoch die Ärzte ihren Patienten sowohl den gelben Schein für den Arbeitgeber als auch die Krankmeldung für die Kasse mit. Der Arbeitgeber hat kein Recht zu erfahren, welche Krankheit seine Mitarbeiter haben. Aufgrund des Datenschutzgesetzes darf auch die Krankenkasse keine Auskunft an den Arbeitgeber geben.
Krankmeldung an Arbeitgeber, wann
Handelt es sich jedoch um eine Krankheit mit Ansteckungsgefahr, muss dem Arbeitgeber die Möglichkeit geben werden, Schutzmaßnahmen zugunsten anderer Arbeitnehmer zu ergreifen.
Corona Grundsätzlich muss ein Arbeitnehmer weder dem Arbeitgeber noch seinen Kollegen Auskunft über seine Krankheiten geben. Er muss dem Arbeitgeber lediglich die Arbeitsunfähigkeit mitteilen und die voraussichtliche Dauer mittels Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mitteilen. Er hat auch kein Recht darauf, zu erfahren, wo und wie seine Mitarbeiter ihre Freizeit verbringen, um daraus schließen zu können, ob diese sich infiziert haben könnten. Ein negatives Testergebnis muss der Arbeitnehmer nicht von sich aus dem Arbeitgeber mitteilen. Wer aus Angst, sich anzustecken, nicht zur Arbeit geht, muss mit einer Kündigung wegen unentschuldigtem Fehlen rechnen. Wer auf Anweisung in Quarantäne muss, erhält trotzdem Geldleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz. Der Arbeitgeber zahlt bis zu 6 Wochen die Vergütung. Er kann dann einen Erstattungsanspruch gegenüber der zuständigen Behörde geltend machen. Wenn Kindergärten bzw. Kindertagesstätten aufgrund des Coronavirus geschlossen werden und der Arbeitnehmer deshalb niemanden hat, der sein Kind betreut, ist das grundsätzlich ein Risiko, das der Arbeitnehmer zu tragen hat. Er hat keinen Anspruch auf Arbeitsentgelt. Der Arbeitgeber darf vom Arbeitnehmer nicht ohne Grund einen Corona-Test verlangen. Es bedarf immer erst eine ärztliche Entscheidung. Besteht seitens des Arbeitgebers der begründete Verdacht, dass eine Infektion mit dem Coronavirus stattgefunden hat, kann der Arbeitgeber die Vorlage eines ärztlichen, ggf. amtsärztlichen Attests begehren oder eine betriebsärztliche Untersuchung. Eine außerordentliche und fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund des Coronavirus ist nicht zulässig, denn es fehlt an der hierfür u.a. erforderlichen Pflichtverletzung des Arbeitnehmers.
Hintergrund links
“Arbeitsrecht speziell” All- inklusive- Paket
bis
Sonderaktion

RECHT - GESETZE - SOZIALES

Berechnungsprogramme
neue Gesetze
Wer arbeitsunfähig ist, hat Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Dauer von sechs Wochen. Das gilt auch für 450 Euro Kräfte. Auch diese haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Ab dem 43. Krankheitstag zahlt die Krankenkasse. Legt ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber ein ärztliches Attest vor, nach welchem er arbeitsunfähig ist, ist das ein Beleg, dass der Arbeitnehmer tatsächlich krank ist. Hat ein Arbeitgeber aber Zweifel kann er den Arbeitnehmer auffordern, sich beim Vertrauensarzt vorzustellen. Die Anweisung des Arbeitgebers, dass eine Krankmeldung bereits ab dem ersten Krankheitstag vorzulegen ist, unterliegt der Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 87 I 1 BetrVG. Nach § 5 Abs. 1 EFZG ist jeder Arbeitnehmer verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Der Arbeitnehmer muss am ersten Tag der Erkrankung den Arbeitgeber informieren. Die Krankmeldung muss unverzüglich mündlich, telefonisch oder auch per Fax erfolgen. Die Krankmeldung kann auch durch Angehörige oder Arbeitskollegen erfolgen. Von Verlängerungen der Krankschreibung ist der Arbeitgeber auch unverzüglich zu informieren. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage, muss der Arbeitnehmer ein Attest über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens am vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit vorlegen. Der Arbeitnehmer muss eine neue Krankmeldung vorlegen, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger andauert, als im Attest zunächst vorgesehen. Es reicht aus, wenn ein Arbeitnehmer am Anfang einer Erkrankung eine Erstbescheinigung des Arztes vorlegt. Das genügt aber dann nicht, wenn der Arbeitnehmer schon sechs Wochen krank war. Ein neuer Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für weitere sechs Wochen besteht nur, wenn nachweisbar eine neue Erkrankung vorliegt. Dabei reicht es nicht aus, dass der Arbeitnehmer eine neue Erstbescheinigung des Arztes vorlegt, weil sich die Art der Erkrankung daraus nicht ergibt. Der Arbeitnehmer hat deswegen auf Verlangen seines Arbeitgebers seinen Arzt von der Schweigepflicht zu entbinden um dadurch die Feststellung zu ermöglichen, ob eine neue und nicht nur eine Fortsetzung der vorangegangenen Erkrankung vorliegt. LAG Hamm Der Arbeitnehmer muss in Bezug auf seine Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber alle notwendigen Auskünfte erteilen, damit der Arbeitgeber die Frage der Entgeltfortzahlung beurteilen kann Wer also mehr als 6 Wochen mit der gleichen Erkrankung arbeitsunfähig ist, erhält nach 6 Wochen, Krankengeld von der Krankenkasse. Über die Erkrankung selbst müssen keine Angaben gemacht werden. Ist also nicht in einer Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag geregelt, wann die Krankmeldung vorzulegen ist, reicht es, wenn die Krankmeldung innerhalb von 3 Tagen dem AG vorliegt. Fordert der Arbeitgeber aber über eine Betriebsvereinbarung, dass die Krankmeldung schon am 1. Tag vorzulegen ist, dann muss sich der Arbeitnehmer auch daran halten. Die Information selbst, dass der Arbeitnehmer krank und arbeitsunfähig ist, muss dem AG schon am ersten Krankheitstag mitgeteilt werden. Entsprechend der gesetzlichen Regelung ist es bei einer Erkrankung, die nicht länger als drei Kalendertage andauert, grundsätzlich nicht erforderlich, eine Krankmeldung vorzulegen. Hier reicht die Meldung beim Arbeitgeber. Erst am vierten Kalendertag muss dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt werden. Arbeitgeber haben das Recht, die Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor dem vierten Kalendertag der Erkrankung zu fordern, § 5 Abs. 1 S. 3 EntgFG. Verlangt der Arbeitgeber die Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am ersten, zweiten oder dritten Tag der Krankheit, ist dies mithin zulässig.
Handelt es sich jedoch um eine Krankheit mit Ansteckungsgefahr, muss dem Arbeitgeber die Möglichkeit geben werden, Schutzmaßnahmen zugunsten anderer Arbeitnehmer zu ergreifen.
Corona Grundsätzlich muss ein Arbeitnehmer weder dem Arbeitgeber noch seinen Kollegen Auskunft über seine Krankheiten geben. Er muss dem Arbeitgeber lediglich die Arbeitsunfähigkeit mitteilen und die voraussichtliche Dauer mittels Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mitteilen. Er hat auch kein Recht darauf, zu erfahren, wo und wie seine Mitarbeiter ihre Freizeit verbringen, um daraus schließen zu können, ob diese sich infiziert haben könnten. Ein negatives Testergebnis muss der Arbeitnehmer nicht von sich aus dem Arbeitgeber mitteilen. Wer aus Angst, sich anzustecken, nicht zur Arbeit geht, muss mit einer Kündigung wegen unentschuldigtem Fehlen rechnen. Wer auf Anweisung in Quarantäne muss, erhält trotzdem Geldleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz. Der Arbeitgeber zahlt bis zu 6 Wochen die Vergütung. Er kann dann einen Erstattungsanspruch gegenüber der zuständigen Behörde geltend machen. Wenn Kindergärten bzw. Kindertagesstätten aufgrund des Coronavirus geschlossen werden und der Arbeitnehmer deshalb niemanden hat, der sein Kind betreut, ist das grundsätzlich ein Risiko, das der Arbeitnehmer zu tragen hat. Er hat keinen Anspruch auf Arbeitsentgelt. Der Arbeitgeber darf vom Arbeitnehmer nicht ohne Grund einen Corona-Test verlangen. Es bedarf immer erst eine ärztliche Entscheidung. Besteht seitens des Arbeitgebers der begründete Verdacht, dass eine Infektion mit dem Coronavirus stattgefunden hat, kann der Arbeitgeber die Vorlage eines ärztlichen, ggf. amtsärztlichen Attests begehren oder eine betriebsärztliche Untersuchung. Eine außerordentliche und fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund des Coronavirus ist nicht zulässig, denn es fehlt an der hierfür u.a. erforderlichen Pflichtverletzung des Arbeitnehmers.
Hintergrund links
“Arbeitsrecht speziell” All- inklusive- Paket
bis
Sonderaktion