Arbeitsbereitschaft: Der Arbeitnehmer muss am Arbeitsplatz sein, um seine Tätigkeit im Bedarfsfall sofort aufnehmen zu können. Er muss selber ständig prüfen, ob seine Arbeitskraft benötigt wird. Bereitschaftsdienst: Der Arbeitnehmer muss sich am Arbeitsplatz oder in unmittelbarer Nähe aufhalten.  Er muss nicht selbst sehen, ob er gebraucht wird. Er kann warten, bis er aufgefordert wird, seine Tätigkeit aufzunehmen. Wer Bereitschaftsdienst hat und dabei persönlich am Arbeitsplatz anwesend ist, der ist im Dienst. Es handelt sich dann um reine Arbeitszeit. Auch bei Schichtarbeit, Nachtarbeit oder bei Überstunden. Wer dagegen zu Hause ist und nur auf Abruf zur Arbeitsstelle muss, leistet Rufbereitschaft. Es gibt also auch einen Unterschied zwischen Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft. Es handelt sich auch dann um Bereitschaftsdienst, wenn der Arbeitnehmer sich an einem Arbeitsort aufhält, der vom Arbeitgeber vorgegeben wurde, um nach Bedarf sofort seine Tätigkeit aufnehmen zu können. Es kann also auch außerhalb des Betriebes sein aber eben ein nicht vom AN selbst bestimmter Ort. Hierbei handelt es sich auch nicht um Überstunden. § 11 BUrlG. Vergütung Grundsätzlich besteht für den Arbeitgeber eine Vergütungspflicht bei Bereitschaftsdienst. Aber auch eine Pauschalabgeltung oder die Gewährung von Freizeit sind zulässig. Vergütung für Bereitschaftsdienst  Der Bereitschaftsdienst eines Assistenzarztes kann niedriger als die Vollarbeit vergütet werden, da der Bereitschaftsdienst eine Leistung des Arbeitsnehmers ist, bei der er geringer als bei der Vollarbeit in Anspruch genommen wird. BAG, 2004- 01-28, 5 AZR 530/02 Kein Recht auf volle Vergütung von Bereitschaftszeiten für Beamte Beamte haben kein Recht darauf, dass Bereitschaftszeiten genau so bezahlt werden wie normale Arbeitszeiten oder Überstunden. Während eines Bereitschaftsdienstes werde ein Arbeitnehmer in der Regel weniger stark beansprucht, so dass die abgeleisteten Stunden nicht ohne weiteres mit der vollen Arbeitszeit gleichgesetzt werden könnten.  Oberverwaltungsgericht Koblenz, 2 A 10045/03.OVG Ein Arbeitnehmer, der sich zum Bereitschaftsdienst in den Räumen des Arbeitgebers aufhalten muss, kann die Zeit als volle Arbeitszeit geltend machen. Nur die Entlohnung für diese Zeit kann geringer ausfallen. Der Bereitschaftsdienst eines Arbeitnehmers muss auf sein Urlaubsgeld angerechnet werden. BAG, 9 AZR 437/99   Bereitschaftsdienste sind seit 2004 bei der Berechnung der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeit zur berücksichtigen.   Arbeitsbereitschaft, Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft Arbeitsbereitschaft liegt bereits vor, wenn von den Arbeitnehmern nur verlangt wird, am Arbeitsplatz anwesend zu sein, um im Bedarfsfall die volle vertragliche Arbeitstätigkeit unverzüglich aufnehmen zu können. Sie stellt daher gegenüber der normalen Arbeitstätigkeit eine geringere Arbeitsleistung dar. Liegt Arbeitsbereitschaft vor, kann die durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit je nach dem Anteil der Arbeitsbereitschaft verlängert werden, ohne dass dadurch Überstunden entstehen (§ 15 Abs. 2 BAT). Wer etwa von 12 Stunden Bereitschaftsdienst erfahrungsgemäß nur ca. 8 Stunden arbeiten muss, darf mit 2/3 der Normalvergütung bezahlt werden. Er hat ja auch nur 2/3 der Zeit gearbeitet. Die Rufbereitschaft ist keine Arbeitszeit und findet keine Anrechnung bei Ermittlung der Arbeitszeit- Höchstgrenzen. Sie ist als Ruhezeit anzusehen. Wird man während der Rufbereitschaft in Anspruch genommen, wird die Ermittlung der Arbeitszeit- Höchstgrenzen wieder aufgenommen. Die Ruhezeit wird unterbrochen. Dazu zählen auch die Wegezeiten. Die Rufbereitschaft ist dann als Arbeitszeit zu werten und steht somit der Arbeitsbereitschaft gleich. Das Bundesarbeitsgericht beschreibt den Begriff der Arbeitsbereitschaft als die "Zeit wacher Aufmerksamkeit im Zustand der Entspannung". Darin soll zum Ausdruck kommen, dass sich der Arbeitnehmer in einer Phase der geringeren Beanspruchung am Arbeitsplatz aufhält und ständig bereit ist, in den Arbeitsprozess einzugreifen.
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