Abmahnung vom Arbeitgeber Was ist eine Abmahnung? Die Abmahnung vom Arbeitgeber hat zwei Funktionen. Der Hinweis auf ein Fehlverhalten und die Androhung der Konsequenzen. Der Arbeitgeber kann eine Abmahnung aussprechen, wenn der Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglichen Pflichten nicht erfüllt. Denn darauf hat er einen Anspruch. Mit der Abmahnung weist er den AN auf seine Pflichtverletzung hin. Es gibt echte Abmahnungen vom Arbeitgeber, wegen nicht vertragsgemäßen Verhalten, welche den Hinweis erhalten, dass das Arbeitsverhältnis gefährdet ist und es gibt Abmahnungen die nur als Rügefunktion gelten sollen. Auch nach Entfernung einer Abmahnung aus der Personalakte kann ein Arbeitnehmer vom Arbeitgeber verlangen, dass Behauptungen aus der Abmahnung zurückgenommen werden. Der Anspruch auf Entfernung einer Abmahnung ergibt sich aus §§ 1004, 242 BGB Mahnt ein Arbeitgeber ab, kann er aus diesem Grund dann nicht kündigen. Er kann also nicht abmahnen und gleichzeitig kündigen. Er ist im Wiederholungsfall ist die Kündigung möglich. Auch jeder Vorgesetzte ist abmahnberechtigt. Die Abmahnung muss enthalten: die beanstandeten Tatsachen, eine klare Rüge der Pflichtverletzung, eine unmissverständliche Aufforderung zu künftigem vertragstreuen Verhalten und die eindeutige Ankündigung arbeitsrechtlicher Konsequenzen bei Wiederholung. (Was meisten die fristlose Kündigung ist) Nach etwa 2 Jahren ist der Vorfall verjährt, wenn keine weitere Pflichtverletzung hinzugekommen ist. Gekündigt werden kann meistens nur, wenn das gleiche Fehlverhalten erneut auftritt.   Ein Arbeitnehmer kann auch Widerspruch gegen eine Abmahnung einlegen. Voraussetzungen für eine wirksame Abmahnung vom Arbeitgeber Eine genaue Beschreibung des vertragswidrigen Verhaltens (Angabe von Ort, Datum, Uhrzeit, Zeugen u. ä.) Einen Hinweis auf die richtigen Verhaltensweisen. Mitteilung über die arbeitsrechtlichen Konsequenzen bei Wiederholung des vertragswidrigen Verhaltens. Wenn eine dieser Bedingungen nicht erfüllt ist, ist die Abmahnung arbeitsrechtlich gesehen nicht wirksam. Muss der Arbeitgeber eine Abmahnung schriftlich erteilen? Sie kann auch mündlich erteilt werden. Dürfen Abmahnungen im Arbeitszeugnis stehen? Im  Arbeitszeugnis darf eine Formulierung, die auf eine Abmahnung schließen lässt nicht entahlten sein. Der Arbeitgeber darf davon nichts im Zeugnis erwähnen. Muss eine Abmahnung vom Arbeitnehmer unterschrieben werden? Für die Wirksamkeit einer Abmahnung vom Arbeitgeber ist eine Unterschrift vom Arbeitnehmer nicht nötig.  Der Arbeitnehmer muss aber zur  Abmahnung angehört werden. Passiert das nicht, dann wird dadurch das grundrechtlich geschützte Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers verletzt (ArbG Frankfurt/Oder, Az 6 Ca 61/99). Was passiert, wenn der Arbeitnehmer die Abmahnung des Arbeitgebers ignoriert? Das rechtfertigt eine verhaltensbedingte Kündigung durch den Arbeitgeber  rechtfertigen. (BAG, Urteil vom 16.8.1991 - 2 AZR 604/90). Klage gegen eine Abmahnung Oft  wird empfohlen, nicht gegen eine Abmahnung gerichtlich vorzugehen, weil dieses Gerichtsverfahren für den Arbeitgeber ein Beweissicherungsverfahren ist, bei dem er auch noch den Vorteil hat, frische Beweise liefern zu können. Selbst wenn die Abmahnung vor Gericht aus formalen Gründen scheitert, erhält der Arbeitgeber vom Gericht dadurch Hinweise, wie er richtig abmahnen muss. Gegendarstellung Abmahnung Der Arbeitnehmer hat das Recht, eine Gegendarstellung zur Abmahnung zu schreiben und kann dann auch darauf bestehen, dass diese Gegendarstellung auch in die Personalakte aufgenommen wird. Urteil LAG Mainz: Wiederholt schuldhaft Zuspätkommen am Arbeitsplatz trotz vorheriger Abmahnungen kann eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Wird jedoch mehrmals konsequenzlos abgemahnt, wird die Warnfunktion der Abmahnung  abgeschwächt.                                       Vorschau anzeigen! Impressum Rechtsanwälte Startseite Arbeitsrecht Hauptseite Forum Arbeitsrecht Widerspruch gegen Abmahnung Geheimhaltungsvereinbarung Abmahnung an Arbeitnehmer -Formulare für Arbeitgeber Arbeitsvertrag Vorlage Mahnung Lohnzahlung  Musterschreiben für AN weitere Formulare AMK Logo
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