Sonderurlaub ist eigentlich kein Urlaub, sondern eine Freistellung von der Arbeit. Einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub gibt es nicht. Der Arbeitgeber ist somit nicht verpflichtet, Sonderurlaub zu gewähren. Ein Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub besteht nur, wenn das im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag geregelt ist. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer aber bezahlten Sonderurlaub geben. § 616 BGB Auch bei Wohnungswechsel (Umzug) besteht kein Anspruch auf Sonderurlaub, wenn es vertraglich nicht vereinbart ist.

Es gibt aber Ausnahmen, bei denen bezahlter Sonderurlaub

genehmigt werden muss:

• Geburt eines Kindes (wegen Behördengänge) 1Tag • Tod eines nahen Angehörigen (2 Arbeitstage), • dienstlicher Umzug (1 Arbeitstag), • ärztliche Untersuchungen und Behandlungen, die nicht außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden können (für die notwendige Dauer), • Zeugenaussagen vor Gericht oder Wahlen (für die notwendige Dauer), • Teilnahme an Veranstaltungen von Gewerkschaften oder Berufsverbänden (für bis zu 10 Arbeitstage), • schwere Erkrankung von Angehörigen im Haushalt (1 Arbeitstag) Beschäftige, die unbedingt Zeit für die Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen benötigen, können 10 Tage unbezahlt freinehmen. Seit dem 1. Januar 2015 können Arbeitnehmer in diesen Fällen Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatz erhalten. Beschäftigte, die nahe Angehörige zu Hause pflegen, können sich unter bestimmten Voraussetzungen bis zu sechs Monate vollständig oder teilweise von der Arbeit freistellen lassen (Pflegezeit).
Bei bezahltem Sonderurlaub ist an Stelle des Urlaubsentgeltes an den Tagen der Arbeitsunfähigkeit Entgeltfortzahlung zu leisten.

Sonderurlaub wegen Arzttermin

Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer Sonderurlaub wegen eines Arzttermins gewähren, wenn der Arbeitnehmer keinen Einfluss auf die Terminvergabe hat und die Arztpraxis auch keine Sprechstunden außerhalb seiner Arbeitszeiten hat. Eine Operation, die nicht zur Erbringung der Arbeitsleistung erforderlich ist, gibt keinen Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub. Ehrenamtlicher Richter oder Schöffen haben Anspruch auf Sonderurlaub unter Fortzahlung ihres Gehalts. Das gilt auch für Arbeitnehmer, die ehrenamtlich im Katastrophenschutz oder bei der freiwilligen Feuerwehr tätig sind. § 9 Absatz 2 Katastrophenschutzgesetz bzw. § 21 Zivilschutzgesetz sowie bei THW- Einsätzen § 3 THW-HelfRG Der Anspruch auf Sonderurlaub besteht auch für 538 Euro Jobber.
Anspruch auf Sonderurlaub wegen Beerdigung

Anspruch auf Sonderurlaub

Urlaubsantrag Vorlage
Sonderurlaub wegen Behördengänge

Sonderurlaub ist auch möglich, wenn eine Behörde den Arbeitnehmer zu

einem Termin geladen hat, z.B. für eine Anhörung.

Ein Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub besteht auch, wenn ein gläubiger Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz kurz für sein Gebet verlässt. Voraussetzung ist in diesem Fall, dass das Gebet aus religiösen Gründen gerade zu diesem Zeitpunkt zu erfolgen hat und nicht erst nach Feierabend oder vor Arbeitsbeginn.

Geburt eines Kindes

Will ein Vater bei der Geburt eines ehelichen Kindes dabei sein, hat er Anspruch auf einen Arbeitstag Sonderurlaub. Bei der Geburt eines unehelichen Kindes ist ein Anspruch auf Sonderurlaub ausgeschlossen. Ein Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub gibt es auch, wenn ein Notfall vorliegt und sofortiger Handlungsbedarf besteht. Dies ist z.B. bei einem Wasserrohrbruch der Fall. Wegen schlechter Wetterverhältnisse besteht kein Anspruch auf Sonderurlaub und damit kein Anspruch auf Vergütung.
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Sonderurlaub ist eigentlich kein Urlaub, sondern eine Freistellung von der Arbeit. Einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub gibt es nicht. Der Arbeitgeber ist somit nicht verpflichtet, Sonderurlaub zu gewähren. Ein Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub besteht nur, wenn das im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag geregelt ist. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer aber bezahlten Sonderurlaub geben. § 616 BGB Auch bei Wohnungswechsel (Umzug) besteht kein Anspruch auf Sonderurlaub, wenn es vertraglich nicht vereinbart ist.

Es gibt aber Ausnahmen, bei denen

bezahlter Sonderurlaub genehmigt

werden muss:

• Geburt eines Kindes (wegen Behördengänge) 1Tag • Tod eines nahen Angehörigen (2 Arbeitstage), • dienstlicher Umzug (1 Arbeitstag), • ärztliche Untersuchungen und Behandlungen, die nicht außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden können (für die notwendige Dauer), • Zeugenaussagen vor Gericht oder Wahlen (für die notwendige Dauer), • Teilnahme an Veranstaltungen von Gewerkschaften oder Berufsverbänden (für bis zu 10 Arbeitstage), • schwere Erkrankung von Angehörigen im Haushalt (1 Arbeitstag) Beschäftige, die unbedingt Zeit für die Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen benötigen, können 10 Tage unbezahlt freinehmen. Seit dem 1. Januar 2015 können Arbeitnehmer in diesen Fällen Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatz erhalten. Beschäftigte, die nahe Angehörige zu Hause pflegen, können sich unter bestimmten Voraussetzungen bis zu sechs Monate vollständig oder teilweise von der Arbeit freistellen lassen (Pflegezeit).

Sonderurlaub wegen Arzttermin

Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer Sonderurlaub wegen eines Arzttermins gewähren, wenn der Arbeitnehmer keinen Einfluss auf die Terminvergabe hat und die Arztpraxis auch keine Sprechstunden außerhalb seiner Arbeitszeiten hat. Eine Operation, die nicht zur Erbringung der Arbeitsleistung erforderlich ist, gibt keinen Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub. Ehrenamtlicher Richter oder Schöffen haben Anspruch auf Sonderurlaub unter Fortzahlung ihres Gehalts. Das gilt auch für Arbeitnehmer, die ehrenamtlich im Katastrophenschutz oder bei der freiwilligen Feuerwehr tätig sind. § 9 Absatz 2 Katastrophenschutzgesetz bzw. § 21 Zivilschutzgesetz sowie bei THW-Einsätzen § 3 THW-HelfRG Der Anspruch auf Sonderurlaub besteht auch für 538 Euro Jobber.
Anspruch auf Sonderurlaub wegen Beerdigung

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Sonderurlaub wegen Behördengänge

Sonderurlaub ist auch möglich, wenn eine Behörde

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z.B. für eine Anhörung.

Ein Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub besteht auch, wenn ein gläubiger Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz kurz für sein Gebet verlässt. Voraussetzung ist in diesem Fall, dass das Gebet aus religiösen Gründen gerade zu diesem Zeitpunkt zu erfolgen hat und nicht erst nach Feierabend oder vor Arbeitsbeginn.

Geburt eines Kindes

Will ein Vater bei der Geburt eines ehelichen Kindes dabei sein, hat er Anspruch auf einen Arbeitstag Sonderurlaub. Bei der Geburt eines unehelichen Kindes ist ein Anspruch auf Sonderurlaub ausgeschlossen. Ein Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub gibt es auch, wenn ein Notfall vorliegt und sofortiger Handlungsbedarf besteht. Dies ist z.B. bei einem Wasserrohrbruch der Fall. Wegen schlechter Wetterverhältnisse besteht kein Anspruch auf Sonderurlaub und damit kein Anspruch auf Vergütung.
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