Schmerzensgeld wegen Piercing im Piercingstudio
Ein Piercing- Studio muss über Gefahren aufklären Ein Kunde eines Piercing- Studios, hat einen Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld, wenn nach dem Zungen- Piercing Erkrankungen auftreten und der Kunde nicht über Gesundheitsgefahren informiert wurde. In einem Fall hatte sich eine Kundin die Zunge mit einem Stecker durchbohren lassen. Nach kurzer Zeit hatte die Wunde begonnen, rund um das Piercing zu eitern. Die Lymphknoten im Hals hatten sich entzündet, und die Zunge war stark angeschwollen. Nur mit Glück musste nicht teilamputiert werden. Da es im Piercingstudios keine Hinweise auf eventuelle Folgen wie Thrombose, Lymphknotenentzündungen und neuralgische Ausfallerscheinungen gab, musste der Besitzer des Studios 300 Euro Schmerzensgeld an die Kundin zahlen. Er musste nicht zahlen, weil es sich entzündet hat, sondern, weil er nicht darauf hingewiesen hat, dass mit Entzündungen und anderen Komplikationen gerechnet werden muss. Denn Piercing- Kunden müssen umfassend aufgeklärt werden. Ein anderer Besitzer eines Piercing- Studios hatte diese Aufklärung unterlassen und es kam zu Komplikationen. Ein Gericht verurteilte den Mann zu einer Zahlung von 10.000 Euro Schmerzensgeld und der Rückerstattung der Kosten für das Piercing. Allein der Hinweis auf mögliche gesundheitliche Schäden reicht nicht aus.  Es muss genau erklärt werden, welche gesundheitliche Schäden auftreten können. In diesem Fall hatten sich bei einer Frau nach einem Brustwarzen- piercing zwei Abzesse gebildet. Kommt es nach dem Piercen der Zunge zu Komplikationen, über die der Kunde von dem durchführenden Piercingstudio nicht hinreichend aufgeklärt wurde, rechtfertigt das einen Anspruch auf Schmerzensgeld von 300 Euro. Das Amtsgericht Trier verurteilte eine "Biotätoviererin" zu einem Schmerzensgeld i.h.V. DM 5.000,00 (Amtsgericht Trier). Eine Kundin hatte sich bei einer "Biotätowiererin" ein "Biotattoo" stechen lassen, welches aber nicht verschwand.   (AG Neubrandenburg) 300 Euro Schmerzensgeld. Für ein missglücktes Piercing am Ohr bekommt eine Schülerin 2 000 Euro Schmerzensgeld. Dazu verurteilte das Oberlandesgericht (OLG) in Nürnberg die Inhaberin des Piercingstudios und ihren Mitarbeiter, der die Schülerin nicht über die Risiken aufgeklärt hatte. “Piercing-Studio muss  über Risiken aufklären Ein Piercer muss seine Kunden vor dem Eingriff ausführlich über die Risiken des Piercings aufklären. Sonst ist eine schriftlich erteilte Einwilligung des Kunden unwirksam, und der Piercer haftet für gesundheitliche Folgeschäden. Landgericht Koblenz (muss Schmerzensgeld zahlen) (Der Piercingstudio- betreiber muss also sagen, es kann folgende gesundheitliche Folgen habe und diese muss er dann auch namentlich benennen. Es reicht nicht aus, wenn er nur sagt, dass es gesundheitliche Folgen haben kann ohne diese aufzuzählen.) Juristisch gesehen ist Piercing eine Körperverletzung. Deshalb muss der Kunde vor dem Eingriff schriftlich sein Einverständnis erklären, bei Minderjährigen erfolgt diese Erklärung durch die Eltern. Die meisten seriösen Piercingstudios handeln so: - keine Piercings an unter 14-Jährigen - Jeder Kunde muss sich durch Personalausweis, Reisepass oder Führerschein im Original ausweisen. - Im Alter zwischen 14 und 16 Jahren muss ein gesetzlicher Vormund (Elternteil, Jugendamt) nicht nur beim Beratungsgespräch anwesend sein, sondern sich auch offiziell ausweisen. - Im Alter zwischen 16 und 18 Jahren reichen eine Einverständniserklärung des gesetzlichen Vormunds und die Vorlage seines Ausweises im Original aus. Weist der Piercer nicht auf mögliche negative Folgen des Piercings, insbesondere etwaige Entzündungen oder Nervenschädigungen hin, kann dieser belangt werden.  Das Piercen befindet sich aus gesetzlicher Sicht in einer Grauzone. Wer Piercings vornehmen darf und wer nicht, ist nicht klar definiert. Für das Piercen sollte zu mindestens eine Ausbildung zum Heilpraktiker vorliegen. Jedenfalls dann, wenn eine örtliche Betäubung mittels Injektion eines Arzneimittels durchgeführt wird. Denn das ist eine Ausübung der Heilkunde im Sinne des § 1 II Heilpraktikerdesetz dar. Wird die Tätowierung unprofessionell und technisch mangelhaft durchgeführt, so können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, da der Körper fahrlässig und widerrechtlich verletzt wird. Oberlandesgericht Nürnberg Ein Mann wollte sich einen schmalen Ring um den linken Oberarm stechen lassen. Dafür nahm ihm das Tätowierungsstudio rund 300 Euro ab. Da Tätowieren war sehr schmerzhaft. Als der Kunde merkte, dass der Ring ungleichmäßig gestochen war, brach er die Behandlung ab. Später waren  Narben zu sehen. Der Tätowierer wollte in Geld ausgleichen. Doch das lehnte der Kunde ab. Das Studio, musste dem Kunden rund 1500 Euro zu zahlen. Amtsgericht Heidelberg Ein Mann hatte sich  ein Tribal auf die Brust tätowieren lassen. Später stellte er fest, dass es asymmetrisch und unter Missachtung der Kunst in die Brusthöfe hinein tätowiert worden war.Die erste Instanz stellte  unter Berücksichtigung eines Gutachtens fest, dass die Tätowierung tatsächlich mangelhaft war und sprach dem Mann 3500 Euro Schmerzensgeld zu. Das gilt auch, wenn der Tätowierer die Haftung ausschließt. AG Nürnberg Nach Tätowierung schwoll der Oberarm für 3 Wochen an und entzündete sich. Die Tätowierung musste mit Laser wieder entfernt werden. Es blieb eine 4 cm lange Narbe und Farbreste unter der Haut. Die Geschädigte trug eine Mitschuld, da sie nicht früher zum Arzt ging.
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