Gemeinschaftliches Testament (Berliner Testament für Ehegatten) Die Kosten bei einem Berliner Testament richten sich auch nach dem Wert des Nachlasses. Für die Beurkundung eines gemeinschaftlichen Testaments ist nach der Kostenordnung das Doppelte der vollen Gebühr zu entrichten. Bei einem Nachlasswert von zum Beispiel 50.000 Euro beläuft sich die Gebühr auf 264 Euro, von 100.000 Euro auf 414 Euro und von 200.000 Euro auf 714 Euro.  Nur Ehegatten können ein gemeinschaftliches Testament errichten.  Für Verlobte oder in nichtehelicher Lebensgemeinschaft lebende Partner gilt das nicht. Das gemeinschaftliche Testament kann dieselben Anweisungen enthalten wie ein Einzeltestament. Im gemeinschaftlichen Testament können auch wechselbezügliche Anordnungen vereinbart werden. Das sind Anordnungen, die ein Ehegatte genau deshalb trifft, weil auch der andere Ehegatte eine entsprechende Anordnung vornimmt. Wenn einer der Ehegatten stirbt, ist der überlebende Ehegatte an die Verfügungen im gemeinschaftlichen Testament gebunden (§ 2271 Abs. 2 BGB). Er kann nicht mehr eine abweichende Anordnung treffen. (Er kann das Testament nicht mehr ändern und muss sich an Anordungen halten) Der überlebende Ehegatte hat dann nur die Möglichkeit, die Erbschaft auszuschlagen. Dann wird er nicht Erbe, erhält aber wieder die volle Entscheidungsfreiheit, was seinen Nachlass betrifft. Nach Ausschlagung der Erbschaft oder eines Vermächtnisses kann der überlebende Ehegatte wieder über seinen Nachlass neu verfügen. Bei Scheidung Nach einer Scheidung wird das gemeinschaftliche Testament unwirksam. Das Testament wird auch unwirksam, wenn das Scheidungsverfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen ist, der Erblasser aber die Scheidung schon beantragt hat. (Es empfiehlt sich, nach Antrag der Scheidung ein neues Einzeltestament zu erstellen.) Berliner Testament Beim Berliner Testament setzen sich die beiden Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben ein. Erben des zuletzt Verstorbenen werden dann die gemeinsamen Kinder oder nahe stehende dritte Personen. Wer nach dem überlebenden Ehegatten erbt, wird als Schlusserbe bezeichnet. Das Berliner Testament ist auch das Testament, das am häufigsten für den "Letzten Willen" verwendet wird.  Es ist eine Standardversion der Folgeregelung für Ehepaare. Bei diesem Testament setzen sich die Ehegatten gegenseitig als Erben ein. Die Kinder oder andere Personen erben erst, nachdem beide Ehegatten verstorben sind. (Das gilt nicht für den Pflichtteil) Das Berliner Testament (gemeinschaftliches Testament) steht nur verheirateten Paaren oder eingetragenen Lebenspartnern offen. Jeder Erbe kann das Berliner Testament anfechten, wenn er Zweifel hat, ob das Testament richtig ist. Wenn sich Erben mit ihrem handschriftlichen Berliner Testament nicht einig sind, können sie das Testament auch vor Gericht anfechten. Ein ausgedrucktes Berliner Testament ist nicht gültig. (So wie jedes andere Testament auch, das nicht handgeschrieben wurde) Ein  Berliner Testament" kann nur zu Lebzeiten beider Ehegatten und nur durch notarielle Erklärungen gegenüber dem anderen Ehegatten oder einvernehmlich widerrufen werden. Haben Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament für den Fall ihres plötzlichen Todes ihre Kinder als Alleinerben eingesetzt, so ist die Formulierung des Testaments dahingehend auszulegen, dass die Erbeinsetzungen auch für den Fall gelten sollen, dass die Eheleute nacheinander im Abstand von mehreren Jahren auf gewöhnliche Weise versterben. Die Kinder werden danach erst nach dem letztversterbenden Ehegatten Erben. BayObLG 1 Z BR 36/00 Ein Ehepaar hatte sich in einem gemeinsam geschlossenen Erbvertrag  gegenseitig als Alleinerben eingesetzt, sie schlossen also ein Berliner Testament ab und darin wurde auch bestimmt, dass nach dem Tod beider Eheleute der Sohn des Ehemanns aus erster Ehe alles erben sollte. Der Ehemann verstarb zuerst. Da sich die Witwe und der Stiefsohn über den Nachlass stritten, schenkte die Witwe ihrem Bruder ihre Lebensversicherungen. Sie setzte ihn nun als Bezugsberechtigten ein. Der Stiefsohn klage und bekam recht. Ein gemeinsamer notarieller Erbvertrag kann nicht von einem Hinterbliebenen geändert werden. Sie sahen in der Schenkung an den Bruder eine Umgehung des Erbvertrags. Das ist jedoch verboten. Der Bruder musste den Betrag aus den Lebensversicherungen an den Stiefsohn auszahlen. (LG) Köln Den Kindern steht im Falle des Berliner Testaments der Pflichtteil zu. Der Pflichtteil ist in § 2303 BGB geregelt. Pflichtteilsberechtigt sind neben den Kindern auch die Eltern und der Ehegatte des Erblassers. Der Pflichtteil ist ein Mindesterbe in Höhe der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Das Berliner Testament funktioniert nur dann, wenn die enterbten Kinder keine Pflichtteilsrechte geltend machen. In das Berliner Testament wird des Öfteren eine sog. „Pflichtteilsklausel“ aufgenommen, die verhindern soll, dass die Kinder nicht den Pflichtteil geltend machen. (Beispiel: Sollte eins unserer Kinder nach dem Tod des Erstversterbenden von uns seinen Pflichtteilsanspruch geltend machen, soll ihm am Nachlass des Längstlebenden auch nur der Pflichtteil zustehen oder “Macht das Kind seinen Pflichtteilsanspruch nicht geltend, erhält es zusätzlich in seinem Erbfall einen Betrag XXX) Nachteil: Berliner Testament Ein Problem ist die Erbschaftssteuer. Da nur eine Person als Erbe und die Kinder als Schlusserben benannt werden, geht der Steuerfreibetrag der Kinder verloren. Die Alleinerbin bzw. der Alleinerbe muss die Steuerlast alleine tragen. Die Erbschaftssteuer wird dann ein zweites Mal fällig, wenn die Kinder erben. Die Pflichtteilsstrafklausel in einem Berliner Testament greift auch dann, wenn ein Träger der Sozialhilfe beim Tod des Erstversterbenden den Pflichtteil vom Kind verlangt. Der Pflichtteilsanspruch des Kindes nach dem Tod des zuletzt Versterbenden kann dann durch eine spätere Erbeinsetzung des Kindes durch den überlebenden Elternteil im Rahmen eines Behindertentestaments nicht ausgeschlossen werden. Das bedeutet, die behinderte Tochter hat Anspruch auf den Pflichtteil und ist nicht Vorerbin, sowie im Behinderten- Testament gefordert wurde. Die Auflösung der Ehe führt grundsätzlich automatisch zur Unwirksamkeit der letztwilligen Verfügung (§ 268 Abs. 1 BGB i.V.m. § 2077 Abs. 1 BGB). Wenn die Ehegatten zum Zeitpunkt der Errichtung des Berliner Testaments das ausschließen wollen, dann sollte dieser Wille ausdrücklich im Testament festgehalten werden.
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