Ein Arbeitsverhältnis kann nach Vertragsabschluss, aber vor Arbeitsbeginn gekündigt werden, es sei denn, die Vertragsparteien haben im Arbeitsvertrag eine abweichende Vereinbarung getroffen. Fehlt eine entsprechende Vereinbarung ist eine Kündigungsmöglichkeit gegeben. Hat jemand einen Arbeitsvertrag unterschrieben, bei dem das Arbeitsverhältnis erst in 5 Monaten beginnen soll, kann der Arbeitnehmer also mit der Kündigungsfrist kündigen, die im Arbeitsvertrag angegeben ist. Wenn er ohne Kündigung einfach nicht zum Eintrittsdatum erscheint, muss er mit einer Vertragsstrafe rechnen. Die Frage, wann die Kündigungsfrist bei einer Kündigung zu laufen beginnt, ob mit Zugang der Kündigungserklärung oder erst mit dem Tag des Arbeitsbeginns, wird von der Rechtsprechung nicht einheitlich gesehen. Fehlt eine vertragliche Regelung kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an. Es kommt darauf an, ob die Parteien eine Mindestbeschäftigung gewollt haben. Ob also auf jeden Fall erst einmal ein Arbeitsverhältnis entstehen sollte. Fehlt es an Indizien dafür, dass der Arbeitgeber ein besonderes Interesse daran hat, den Mitarbeiter eventuell auch nur für wenige Wochen zu beschäftigen, so beginnt die Kündigungsfrist bereits mit Zugang der Kündigung. Das gilt dann, wenn der Arbeitsvertrag nur die gesetzlichen Kündigungsfristen enthält. Wenn jemand also einen Arbeitsvertrag unterschreibt, der erst 2 Monate beginnen soll, kann diesen Vertrag auch vor Beginn des Vertrages kündigen. Also auch kurz nach der Unterschrift. Dann läuft die Kündigungsfrist ab diesem Tag und endet dann auch bereits vor Beginn des Vertrages. Kündigung vor Dienstantritt ist mit Beginn der Kündigungsfrist ab Zugang der Kündigungserklärung möglich. Sind im Arbeitsvertrag (schriftlicher Arbeitsvertrag) keine ausdrücklichen Regelungen enthalten, oder ist nicht wenigstens  ein erkennbarer Hinweis vorhanden, so ist die Kündigung vor Dienstantritt, mit Beginn der Kündigungsfrist ab Zugang der Kündigungserklärung möglich. Ob eine Kündigung bereits vor Arbeitsbeginn möglich ist, hängt in erster Linie von der Ausgestaltung des Arbeitsvertrages ab. Möglich ist es, vertraglich eine Kündigung vor Arbeitsbeginn auszuschließen. Fehlt es an einer entsprechenden Regelung, wird eine Kündigung vor Arbeitsbeginn als zulässig angesehen. Ist die vorzeitige Kündigung ausgeschlossen und kündigt der Arbeitnehmer trotzdem, so ist die Kündigung unwirksam. Tritt er trotz der unwirksamen Kündigung die Arbeit nicht an, dann verhält sich der Arbeitnehmer vertragswidrig und macht sich in jedem Fall schadensersatzpflichtig. Die Kündigung kann auch schon vor Arbeits- bzw. Dienstantritt erklärt werden, sofern zwischen den Parteien keine andere Vereinbarung getroffen wurde. Eine solche Vereinbarung kann auch stillschweigend geschlossen sein - zum Beispiel, wenn der Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer vor Abschluss des Arbeitsvertrages herangetreten ist und ihn zur Aufgabe seines bisherigen Arbeitsverhältnisses veranlasste. Ein Arbeitsverhältnis kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist oder bei Vorliegen eines wichtigen Grundes vor dem vereinbarten Anfangsbeginn gekündigt werden, wenn die Vertragsparteien das nicht ausdrücklich ausgeschlossen haben oder sich der Ausschluss einer Kündigung nicht aus den Umständen ergibt. Kündigung vor Arbeitsbeginn “Sind im Arbeitsvertrag keine  Regelungen enthalten, dann ist die Kündigung vor Dienstantritt,  mit Beginn der Kündigungsfrist ab Zugang der Kündigungserklärung möglich.  Die Kündigungsfrist beginnt dann nicht erst mit vertraglichem Beginn des Arbeitsverhältnisses zu laufen. BAG, Urteil  Vertragsstrafen werden oft vereinbart, dass der Arbeitnehmer nicht mit der Arbeit beginnt. Wenn er also einen Arbeitsvertrag unterschrieben hat aber nicht zur Arbeit erscheint. Solche Vertragsstrafen in vorformulierten Arbeitsverträgen sind nicht generell unzulässig. Eine Vertragsstrafe sagt aus, dass die Kündigung vor Arbeitsantritt nicht möglich ist. Sie kann erst am ersten Tag der Arbeit geschehen. Meist werden Vertragsstrafen in Höhe eines Bruttomonatsgehaltes vereinbart. Eine feste gesetzliche Grenze gibt es nicht. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hält eine Vertragsstrafe in Höhe des Gehalts, was der Arbeitnehmer bis zum Ende der Kündigungsfrist verdient hätte, für richtig (BAG).
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