Unterhalt nach Abbruch Ausbildung Wenn das Kind die Ausbildung abbricht Generell gilt: Bricht ein unterhaltsberechtigtes Kind seine Ausbildung ab und sucht sich keine neue Ausbildungsstelle und ist deswegen arbeitslos geworden, dann sind die Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig. Das gilt aber nur, wenn Kinder schon volljährig sind. Dafür tragen die Eltern keine Verantwortung. Unterhaltspflicht.  Das Risiko der Arbeitslosigkeit nach Abschluss oder Abbruch der Ausbildung haben nicht die unterhaltspflichtigen Eltern zu tragen. Ein Unterhaltsanspruch besteht nur für eine angemessene Übergangszeit. Was angemessen ist, ist eine Einzelfallentscheidung. (ca. 3 bis 12 Monate). OLG Nürnberg; Az.: 10 WF 4068/00. Eltern schulden ihren Kindern nur Unterhalt für die Dauer einer Berufsausbildung. Eine Zweitausbildung müssen sie normalerweise nicht finanzieren. Als Ausnahme gilt, wenn von vornherein im Anschluss an eine Lehre eine zusätzliche (Hochschul-) Ausbildung beabsichtigt war. Urteil des OLG Koblenz; Az.: 13 UF 566/99   Wechselt ein Student, der von einem Elternteil Ausbildungsunterhalt erhält, nach drei Semestern Jurastudium in den Fachbereich Sozialpädagogik, hat der Unterhaltspflichtige einen Anspruch auf Auskunft über die Ordnungsmäßigkeit des Studienganges. (Es muss also begründet werden, warum dieser Studienwechsel stattfand. Denn unterhaltsberechtigte Kinder können nicht wahllos die Studienfächer wechseln und erwarten dafür Unterhalt zu erhalten, Es muss für den Unterhaltspflichtigen nachvollziehbar und nötig sein). Verweigert der Berechtigte entsprechende Erklärungen über den Ausbildungsverlauf, kann er seinen Unterhaltsanspruch verlieren.  OLG Hamm 1 WF 178/04 Nach § 1610 Abs. 2 BGB Ein in der Ausbildung stehender Unterhaltsberechtigter ist im Verhältnis zum Unterhaltsverpflichteten verpflichtet, seine Ausbildung mit Fleiß und Zielstrebigkeit zu betreiben, damit  diese innerhalb üblicher und angemessener Dauer beendet werden kann. Die Regelstudienzeit mit der Förderungshöchstdauer nach dem BAFöG ist ein Anhaltspunkt für die übliche Studiendauer, begrenzt den Unterhaltsanspruch aber nicht immer, denn die Vorschriften der staatlichen Ausbildungsförderung berühren den privatrechtlichen Unterhaltsanspruch nicht. OLG Hamm Eltern schulden ihrem Kind Unterhalt für eine Berufsausbildung, die der Begabung und den Fähigkeiten, dem Leistungswillen und den Neigungen des Kindes am besten entspricht und der sich dabei in den Grenzen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hält. Die Unterhaltspflicht der Eltern besteht weiter, wenn eine oder mehrere Ausbildungswege auf einer Fehleinschätzung der Begabung des Jugendlichen beruhten. Urteil des BGH vom 17.05.2006 XII ZR 54/04 Ein volljähriges Kind ist grundsätzlich verpflichtet, seinen Unterhaltsbedarf in der Zeit zwischen Beendigung des Zivildienstes und des Beginns einer Ausbildung durch Aufnahme einer Aushilfstätigkeit selbst zu decken. Absolviert der Unterhaltsberechtigte stattdessen in diesem Zeitraum ein nicht unentgeltliches Praktikum, besteht ein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt nur solange, wie das Praktikum für die Berufsausbildung vorgeschrieben ist. Eine aus Ausbildungsgründen nicht erforderliche Verlängerung eines Praktikums führt zum Erlöschen des Unterhaltsanspruchs bis zum Beginn der Ausbildung. Beschluss des OLG Zweibrücken vom 12.05.2006 2 WF 87/06 Weiterbildung:  Ein Anspruch auf Finanzierung einer zusätzlichen Ausbildung besteht  nur dann, wenn die Einheitlichkeit der Ausbildung Erst- und Zweitausbildung gewährleistet ist. Eine fachbezogene Weiterbildung gehört zur angemessenen Ausbildung. Bei Fällen wie „Schule- Lehre- Studium“ gilt als Kriterium ein enger fachlicher und zeitlicher Zusammenhang.   Eltern sind verpflichtet, ihrem Kind nach dem Schulabschluss eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Grundsätzlich sind Eltern verpflichtet, nur eine Ausbildung zu bezahlen. Eltern müssen aber auch den Abbruch einer Ausbildung hinnehmen und eine Zweitausbildung finanzieren, wenn dieser Abbruch aus nachvollziehbaren Gründen erfolgt. In Fällen, in denen ein unterhaltsberechtigtes Kind einen Realschulabschluss erlangt und anschließend eine Lehre abgeschlossen hat, müssen sich die Eltern im Regelfall nicht mehr auf einen Hochschulbesuch des volljährigen Kindes einstellen. Sie können vielmehr darauf vertrauen, dass sie mit erfolgreichem Abschluss der Lehre eine begabungsgerechte Ausbildung finanziert haben und sind nicht mehr unterhaltspflichtig. Das gilt nicht für den Ausbildungsgang: Abitur - Lehre - Studium Beschluss des OLG Stuttgart vom Az.: 11 UF 64/2001 Ein Volljähriger hat gegen seine Eltern den Anspruch, eine angemessene Ausbildung zu erhalten (§ 1610 Abs. 2 BGB). Eine angemessene Ausbildung ist nach BGH (BGH FamRZ 1977, 629 ff., 1998, 671) eine Ausbildung, die  -der Begabung -den Fähigkeiten -dem Leistungswillen - und dem Neigungen des Kindes entspricht. Die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber ihren Kindern endet grundsätzlich mit dem Abbruch der Ausbildung - jedenfalls nach einer Übergangszeit (10 WF 4068/00). Oberlandesgericht Nürnberg. Ein Aufbaustudium gilt nicht als Weiterbildung und es besteht kein Recht mehr auf Unterhalt.  In fast jedem Studiengang gibt es die Möglichkeit der Weiterbildung. Das würde dazu führen, dass die Unterhaltspflicht der Eltern nie endet, weil es immer noch eine Weiterbildung gibt. Grundsätzlich sind Eltern verpflichtet, ihrem Kind nur eine Ausbildung zu finanzieren, die zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führt. Eine Ausnahme besteht in den Fällen, in denen z.B. eine Lehre und ein darauf aufbauendes Studium von Vornherein als eine zusammenhängende Ausbildung angesehen und geplant wurde. Wer sich nach der Schulzeit nicht innerhalb einer angemessenen Frist um einen Ausbildungsplatz bemüht, kann von seinen Eltern keinen Unterhalt mehr verlangen. Nach der Schulzeit hat ein Jugendlicher eine gewisse Orientierungsphase, begibt  er sich danach nicht auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz, dann hat er keinen Unterhaltsanspruch mehr. Bundesgerichtshof Az. XII ZR 173/96 Das Risiko der Nichtbeschäftigung nach Abschluss der Ausbildung haben die Eltern nicht zu tragen. (Nach Abschluss der Ausbildung müssen Eltern also keinen Unterhalt mehr zahlen, auch dann nicht, wenn das Kind nicht vom Betrieb übernommen wird oder keine andere Tätigkeit findet. Im Regelfall besteht in diesem Fall auch Anspruch auf Arbeitslosengeld) Kinder müssen ihren Eltern regelmäßig nachweisen, dass sie sich um einen Ausbildungsplatz bemühen, wenn sie den Anspruch auf Unterhalt nicht verlieren wollen. Vorschau anzeigen! Hintergrund Forum Forum Unterhalt Anerkennung Vaterschaft Angrag Unterhaltstitel Antrag Unterhaltsvorschuss Aufforderung Unterhalt zahlen Umgangskosten beantragen weitere Formulare Unterhaltstitel vom Jugendamt Kindesunterhalt zahlen, wie lange Unterhalt für nichteheliches Kind Düsseldorfer Tabelle Anrechnung Ausbildungsvergütung Kindesunterhalt Sonderkosten Kindergeld volljährige Kinder Unterhalt und Freibeträge Anrechnung von Nebeneinkommen Anspruch auf Auskunft Einkommen Namensänderung Kind Unterhalt und Pflicht zur Arbeit Arbeitspflicht für Mütter Anrechnung Urlaubsgeld Anspruch Vater bekanntgeben Aufstockungsunterhalt Aufenthaltsbestimmungsrecht Elternunterhalt Selbstbehalt Ehegattenunterhalt Freibeträge Ehegattenunterhalt neuer Partner eheähnliche Beziehung nachweisen Verzicht auf Unterhalt Beweislast wegen Arbeitssuche Rangfolge beim Unterhalt Unterhalt für Studenten wenn der Unterhalt nicht gezahlt wird Anrechnung Schulden auf Unterhalt Unterhalt für volljährige Kinder Barunterhalt zahlen Unterhalt für die Vergangenheit Unterhaltsvorschuss gemeinsames Sorgerecht Umgangsrecht/Besuchsrecht Scheidung und Trennungsjahr Versorgungsausgleich Zugewinnausgleich Gütertrennung/Gütergemeinschaft Scheidung und Ehewohnung Unterhalt und Wohnvorteil Zahlung Miete nach Scheidung Scheidung und Auto Scheidung Haushaltsaufteilung Anfechtung Vaterschaft Aufsichtspflicht Unterhalt und Hartz 4 Unterhalt nach Abbruch Ausbildung Unterhalt Umgangskosten alleiniges Sorgerecht Berechnung Unterhalt Rechner online rand oben AMK Anwälte startseite impressum erbrecht leiste oben Hintergrund Unterhalt Ratgeber Unterhalt. 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